Fotodokumentation – Veranstaltungsreihe „LEBENsmittel von morgen“

Im Rahmen der Förderprogramms „Miteinander Reden“ hat in Mechow dieses Jahr die Veranstaltungsreihe mit dem Titel „LEBENsmittel von morgen – wer zahlt für meine Kartoffel“ stattgefunden. Im Zeitraum von März bis Öktober gab es drei Abendveranstaltungen im Gemeindehaus Mechow sowie zwei praktische Veranstaltungen zum Mitmachen in Garten und Scheune des Gut Mechow. Organisiert wurde die Veranstaltungsreihe durch die lokale Einkaufskooperative Tante Wandel e.V. Schlüsselthemen der Veranstaltungsreihe waren ökologische und konventionelle Landwirtschaft, die zunehmende Entfremdung von Konsument*innen von den Lebensmitteln, sowie faire Löhne und Arbeitsbedingungen in der (lokalen) Lebensmittelproduktion.

Abendveranstaltungen im Gemeindehaus

Die erste der drei Abendveranstaltungen „Landwirtschaft – regionale und historische Perspektiven“ befasste sich mit der historischen Entwicklung der Landwirtschaft in Mechow und der Region im Vergleich zur heutigen technologisierten Landwirtschaft. Dazu wurde der Bürgermeister von Mechow, Uwe Janssen eingeladen, der gleichzeitig Landwirt ist.

Für die zweite Abendveranstaltungen haben wir die zwei Gärtner*innen, Natalie Adams und Dennis Wachholz, der im Nachbardorf Wietingsbek ansässigen solidarischen Gemüsegärtnerei eingeladen über das solidarische Wirtschaftsprinzip zu erzählen, bei dem sich Erzeuger*innen und Verbraucher*innen Ernte, Kosten und Risiko teilen. Die Frage, wie eine regionale, ökologische und nachhaltige Landwirtschaft aussehen kann, stand dabei im Mittelpunkt.

Im dritten Impulsvortrag „Von weit her aber fair“ richtete sich der Blick auf die Produktion weiter entfernt wachsender Lebensmittel. Am Beispiel der Olivenölproduktion in Griechenland veranschaulichten die zwei Referent*innen von TEI-KEI olive die Problematik der intransparenten Ölherstellung, einhergehender Umweltzerstörung und der sozialen Ausbeutung der Arbeiter*innen und stellten ein Beispiel solidarischer Olivenöl-Vermarktung über Ländergrenzen hinweg vor. Im Anschluss an jeden der drei Vorträge wurde an Gesprächstischen – mit Hilfe von Impulsfragen auf Plakaten – bei Snacks und Getränken zum weiteren Austausch eingeladen. Das von TEI-KEI olive veranstaltete Olivenöl-Tasting lud ebenfalls dazu ein, miteinander ins Gespräch kommen.

Praxisworkshop - Obstbäume selbst veredeln

Anfang April hat im Permakulturgarten des Wandelguts in Mechow ein Praxisworkshop zum Obstbäume selbst veredeln statt gefunden. Unter Anleitung des als Referenten eingeladenen Baumpflegers wurden die Schnitte zur Veredelung an Weidenzweigen geübt und dann an Obstbaum-Edelreisern und Unterlagen umgesetzt. Dabei haben die Teilnehmenden Wissenswertes zum Thema Veredelung, Pflanzung und Pflege der jungen Bäume erfahren. Die selbst veredelten Bäume konnte jeder*r mit nach Hause nehmen. Anschließend gab es die Gelegenheit bei Kaffee, Kuchen und Lagerfeuer ins Gespräch zu kommen und sich aufzuwärmen.

Herbstfest mit Apfelsaftpressen

Die Abschlussveranstaltung der Reihe hat im Oktober in Form eines Herbstfestes mit Apfelsaftpressen vor der Scheune des Gut Mechow stattgefunden. Von 10 bis 15 Uhr konnten Äpfel gesammelt, mitgebracht, geschnippelt, geschreddert, gepresst, sowie Saft erhitzt und abgefüllt werden. Jede*r die und der wollte, konnte vorbeikommen, Äpfel und Flaschen mitbringen und den eigenen Saft mit nach Hause nehmen. Neben frischem Apfelsaft gab es Waffeln, Kuchen und Kaffee, die zum Verweilen und Schnacken in der improvisierten Café-Ecke vor der Scheune einluden.

Ein wichtiges Ziel der Veranstaltungsreihe war für die Organisator*innen, Begegnung und Austausch unter den Bewohner*innen des Dorfes und der Region herzustellen und Raum für neue Perspektiven auf Landwirtschaft und nachhaltigen Konsum zu eröffnen. Nach Abschluss der Veranstaltungsreihe konnten wir zufrieden auf fünf erfolgreich durchgeführte Veranstaltungen zurückblicken. Die Termine wurden von vielen verschiedenen Teilnehmenden aus dem Dorf, der Nachbarschaft und der Region besucht. Es sind Begegnungsräume entstanden, in denen Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen, gemeinsamen Lernen, praktischen Tätigwerden und miteinander Reden war.

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