Solidarische Gemüsegärtnerei

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“

Diesen Zauber gibt es auch bei uns immer wieder, jedes Jahr um diese Zeit: Voller Kraft pressen sich die kleinen Sämlinge durch den Boden, recken sich dem Licht entgegen. Dünne, feine, zwei- und mehrblättrige, mit gezackten oder geschwungenen Blättern. So unterschiedlich sie alle aussehen, eines haben die kleinen grünen Lebewesen gemeinsam: Sie sind die Anfänge unseres Gemüses, das wir später ernten und essen werden. Und alles beginnt auf den Jungpflanzentischen mit ihren Anzuchthauben bei uns im Gewächshaus.

Was versteckt und reckt sich im Sand-Erde-Gemisch, mit dem die wie Backbleche aussehenden Rechtecke gefüllt sind, die dicht an dicht unter den großen Hauben auf den beheizten Tischen im Gewächshaus liegen?

Das sind die Keimlinge von Spinat, Kohlrabi, Fenchel, Salat, Rauke, Asia Salat und Pak Choi. Die Samen dieser Sorten kommen zum Keimen in sogenannte PaperPots (s.u.). Radieschen werden direkt in die Erde gesät. Die neuen Sorten für den Staudengarten sind ebenfalls unter den Anzuchthauben zu finden.

Solawi Gewächshaus Anzucht

Damit aus den Samen neues Leben entstehen kann, brauchen sie nicht nur Erde und Licht, sondern auch Wärme und Feuchtigkeit. Dafür werden die Tische für die Jungpflanzen kontinuierlich beheizt, um eine Wärme von 20 Grad zu gewährleisten. Heizspiralen liegen auf dem Boden der Tische, auf die dann die „Sand-Backbleche“ mit den Samen kommen. Gleichzeitig muss die Erde feucht gehalten werden, sonst klappt das Keimen nicht. In der Nacht werden die Tische mit den Hauben geschlossen, um sie zusätzlich vor der Kälte zu schützen. So können aus Keimlingen Sämlinge werden, die als Setzlinge in die Erde gebracht werden, aus denen dann die Gemüsepflanzen wachsen.

Nun noch kurz zu den PaperPots: Das sind Papierbänder, die in regelmäßigen Abständen kleine Waben haben. In diese Waben kommt das Saatgut zum Keimen. Die Waben hängen alle aneinander und lösen sich in ein zusammenhängendes Band, wenn daran gezogen wird. Sind die Jungpflanzen groß und stark genug, um in die Erde eingebracht zu werden, kommt die Handmaschine ins Spiel: Sie bringt die Papierwabenschlange mit den Setzlingen im Gewächshaus in die Erde. Eine Furche ziehen, das Papierband mit den Pflanzen einbringen und den Boden wieder verschließen macht die Maschine in einem Arbeitsschritt. Dann wird beregnet und in ein paar Wochen kann das ausgewachsene Gemüse geerntet werden: Ca. vier Wochen braucht der Salat und die anderen Gemüsesorten acht bis zehn Wochen. Zum Start des neuen Wirtschaftsjahres bekommt ihr dann das frische Gemüse, auf das ihr euch schon jetzt freuen könnt!

Lust auf frisches, regionales und biologisches Gemüse?

Wenn ihr Interesse an unserem Gemüse habt und nicht nur theoretisch wissen wollt, wie wir arbeiten, sondern auch Teil einer tollen Gemeinschaft werden möchtet, dann könnt ihr euch noch einen Gemüseanteil – klein oder groß – für das kommende Wirtschaftsjahr sichern. Wir haben noch ein paar Anteile für unser biologisch angebautes saisonales Gemüse (Demeter) zu vergeben, das ihr regional beziehen könnt. Aus Wietingsbek, für das Herzogtum Lauenburg und den Großraum Lübeck.

Meldet euch gerne via e-Mail: 23911sg@gmail.com oder telefonisch: 0157 55 19 86 67 (Dennis) und 0177 86 912 75 (Natalie).

Wir freuen uns über eure Nachricht oder euren Anruf!

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